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Hayashi Monnyu (7p) Schwarz vs Hon'inbō Shūsaku (7p) weiss, 18 december 1861. Schwarz spielt. Der Go-Club Freiburg in der Schweiz wurde am 12. April 2024 gegründet, um das Go Spielen im Kanton zu fördern. Wir sind einige begeisterte Amateure. Wir treffen uns jeden Freitag von 16.30 bis 19.00 im Bistro La Cigogne, rue d’Or 24 in Freiburg. ![]() Zeichnungen "Café de la Cigogne", Marie-Claude Rappo.
Wir laden euch ein, zu uns zu kommen, um dieses Spiel zu entdecken. Es bedarf nur weniger Gegenstände : rechtwinklige Linien auf einem Spielbrett und einheitliche schwarze und weisse Spielfiguren aus Holz oder aus Stein. Die Spielregeln sind sehr einfach. Das Spiel bietet auch für den Anfänger fast unendliche Varianten, die eine Zahl von 14 mit 767 Nullen ergeben, die grösser ist als die Gesamtzahl aller Atome im Weltall (eine 10 mit 79 Nullen). Wir begrüssen jede und jeden, die an Go interessiert ist, und wir freuen uns, euch in dieses Spiel einzuführen. Ursprünge und Geschichte Die Ursprünge dieses Spiels liegen in einer fernen Vergangenheit verborgen - vermutlich vor mehr als drei Jahrtausenden irgendwo in der Mitte von Asien. Die ersten schriftlichen Erwähnungen des Go-Spiels lassen sich einige Jahrhunderte vor Beginn unserer Zeitrechnung nachweisen, u.a. in den Annalen der Frühlings- und Herbstzeiten, die zwischen 722 bis 481 v. Chr. in China aufgeschrieben wurden. Das Spiel wurde dann den drei heiligen Künsten, Malerei, Musik und Kalligraphie, hinzugefügt, und die Kaiser und ihre Hofleute spielten es, und schliesslich widmeten sich ihm die Gelehrten. Von China verbreitete es sich im fünften Jahrhundert n.Chr. nach Korea und dann nach Japan. Durch ein Dekret der japanischen Kaiserin Jitō, das im Jahr 701 erlassen wurde, war das Spiel dem Adel vorbehalten. Auch die budhistischen Mönche, denen Musik und Glücksspiele verboten waren, erhielten dieses Recht. Sie schufen später die Schule Honinbo. Allgemein spielten die Samurai Go, um militärische Strategien zu lernen. Nach der staatlichen Vereinigung von Japan, die Tokugawa Ieyasu im Jahre 1603 mit der Unterstützung der Krieger und ihrer Anführer, der Shogune, erreichte, erhielt Go einen offiziellen Status und wurde zur Institution. Es trat in die klassische Periode ein. Im Jahre 1868, als die Herrscher aus der Dynastie der Meiji das Kaisertum wiedererichteten, verlor das Spiel seinen Bezug zum Adel und büsste seine Mäzene ein. Nach einer Zeit der tiefgreifenden Krise wurde im Jahre 1924 die Einrichtung Nihon- Ki-in gegründet, die das Ziel verfolgte, das Go-Spiel zu demokratisieren. In China, wo das Spiel während mehrerer Jahrhundert dahinvegetierte, gab es einen spektakulären Wiederaufstieg seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts und anschliessend in Korea in den neunziger Jahren, verbunden mit dem Auftreten sehr starker Spieler. In diesen Ländern und in weiten Teilen Asiens ist Go sehr populär und hat ein weitaus höheres Prestige als Schach in den westlichen Ländern. Es ist deutlich mehr als erzieherisches und pädagogisches Mittel angesehen als nur als ein Spiel und ist Teil der allgemeinen Kultur. Ab dem Alter von sechs Jahren lernen Kinder Go in spezialisierten Schulen, um sich auf eine Karriere als Berufsspieler vorzubereiten. Als Erwachsene gelingt es einigen Tausenden, von ihren Verbänden Gehalt zu beziehen, und sie spielen an von Sponsoren und grossen Firmen finanzierten Turnieren, die Preisgelder von mehreren hundert Tausend Franken aussetzen. Einige erteilen auch Unterricht. Es gehört auch zum guten Ton, dass ein Bewerber für eine Stelle als Manager in seinem Lebenslauf seine Spielstärke angibt (minderst ein Dan). Im Jahre 2016 bedeutete der überraschende Sieg des Computer-Programms Alpha über einen der besten Spieler, Lee Sedol, das Ende der menschlichen überlegenheit in diesem Bereich und eröffnete neue Perspektien für Go-Spieler und für Informatik-Programmierer.(ref). Go wird allmählich auch in Europa und in der übrigen Welt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, vor allem über Japan vermittelt. Daher sind die meisten Termini des Go, um die Spielphasen zu benennen, dem Japanischen entnommen (ref). Das Interesse an diesem Spiel hat seitdem stetig zugenommen, und die Möglichkeit, online zu spielen, erhöht weiterhin die Zahl der Spieler und deren Spielstärken. Man zählt aktuell mehr als 40 Millionen Spielerinnen und Spieler in der Welt, davon eine Million in Europa. Wir hoffen, das mehr Freiburgerinnen und Freiburger mit uns zusammen Go spielen
und dass dieses Spiel die Anerkennung, die ihm zusteht, erhält. |